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| Surströmming in der Dose |
Die Zeit geht hier schneller vorbei,
als man denkt. Letzte Woche hatten wir Unterricht von John Ashmen. Er ist der
Präsident von Association of Gospel Rescue Missions. Wir sind das Buch Nehemia
durchgegangen und haben uns seine Art zu Leiten und Führen angeschaut. Außerdem
haben wir die verschiedenen Sozialen Führungsstile kennengelernt. Hier gibt es
zum Beispiel Analytics, Driver, Expressive und Amiable.
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| John Ashmen mit dem lecker duftenden Hering |
Also Menschen, die
zuerst alles analysieren und darüber nachdenken, dann die Fahrer, die zackig
eine Entscheidung treffen und diese dann meist mit aller Gewalt versuchen
durchzusetzten oder versuchen ihr Ziel zu erreichen. Expressive fallen oft
durch ihren sehr außergewöhnlichen Kleidungsstil oder ein anderes
ungewöhnliches Ausdrücken ihrer Persönlichkeit auf. Die letzte Gruppe, die
Liebenswürdigen, versucht es immer allen recht zu machen. Außerdem haben sie
grundsätzlich jemanden im Arm, streicheln den anderen oder sind am gemeinsamen
knuddeln. Gut 2/3 der Studenten in diesem Jahr fällt in die letzte Gruppe =)
Ich gehöre nicht dazu…
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| Alfred liebt den Hering |
Letzten Donnerstag war Prayer Day. Wir
hatte keine Lectures sondern waren fast den ganzen Tag draußen. Morgens mussten
wir uns Vesper fürs Mittagessen richten und dann haben wir einen Laufzettel und
einen Kompass bekommen. Auf dem Laufzettel stand die Anzahl der Schritte, die
wir gehen mussten, sowie eine Gradangabe für den Kompass und dann hieß es
querfeldein durchs Dickicht. An jeder Station stand ein kleines Kreuz und ein
etwas größerer Zettel mit den Aufgaben für die jeweilige Station. Es war ein
sehr eindrucksvoller Tag in der schwedischen Wildnis mit guten Gesprächen.
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| Beim Dormlife schlachteten wir eine bei Lidl gekaufte italienische Panetone =) |
Abends durften wir an dem Erlebnis des
am schlechtesten riechenden Essen der ganzen Welt teilnehmen. Wir haben zwei
Dosen Surströmming aufgemacht und gegessen. Surströmming ist vergorener,
verrotteter Hering… Freitagmorgen war wie immer Workday.
Ich durfte dieses Mal die Küche schrubben. Im Kühlhaus bzw. Kühlraum ist es
auch mit Mütze und Winterkittel noch eisig kalt. Bei manchen Ecken in der Küche
hab ich mich dann schon gefragt, wann da das letzte Mal jemand mit einem
Putzlappen vorbeigeschaut hat =) Dafür gab es dann zum Mittagessen Schnitzel
mit Country Kartoffeln. Wie immer sehr lecker!
Am Samstag hab ich dann den Brunch
sausen lassen und bin mit ein paar anderen zu einem Kunsthandwerksmarkt.
Eigentlich hieß es, es würde um halb 10 losgehen… Naja, es ging halt dann doch
erst eine Stunde später los und wir haben bei McDonalds gestoppt.
Doch hier
waren wir fürs Frühstück schon zu spät dran. Aber ein extra für dich gebratener
Cheesburger zum Frühstück hat auch was. Der Markt war in einer Turnhalle und es
gab viele verschiedene Stände. Viele selbstgeknüpfte Teppiche, natürlich
allerlei Handwerkskunst und Schnitzereien aus Holz, Kerzen und Puppen,
verschiedene Skulpturen aus rostigen Blechdosen und vieles mehr.
Das ganze
wurde zu spottbilligen Preisen angeboten, in Deutschland wäre nur das
Währungszeichen ausgetauscht worden um es dann zum 10-fachen Preis zu
verkaufen.
Abend war ich wieder im Powerhouse.
Ziemlich müde, aber war trotzdem wieder gut. Als Film wurde Big Mamas House
gezeigt. Facebook auf Arabisch sieht sehr komisch aus, es ist alles
spiegelverkehrt angelegt. Später hab ich dann das Poker spielen beigebracht
bekommen. Der Großteil der Erklärungen war auf Arabisch, eine Kurzfassung gab
es dann auf Schwedisch. Diese hab ich dann in einer noch kürzeren Version von
einer schwedischen Mitschülerin auf Englisch übersetzt bekommen =) Eine Runde
hab ich überlebt, in der zweiten bin ich dann leider rausgeflogen. Hat aber
trotzdem Spass gemacht.
Der Sonntag war wieder ein ganz
„normaler“ Tag. Morgens Gottesdienst, dann ein richtig leckeres Sonntagsessen.
Kurz nach dem Essen entstand kurzer Hand die Idee für einen spontanen
Kaffeebesuch, angeblich in Holsby. Steffi, als ehemalige Studentin hier, hat
und dann aufgeklärt, dass das Kaffee im Nachbarort wäre. Ok, also sind wir
losmarschiert. Nach zirka 300m sind wir dann den kürzesten Weg gegangen. Der
kürzeste Weg hier in Holsby heißt, ab auf die Gleise. Also sind wir die gut 6km
nach Alseda auf den Schienen der schwedischen Bahn gegangen.
Keine Sorge, wir
sind nicht von einem Zug überrollt worden. Hier fährt nur 3 Mal am Tag ein
Güterzug… In Alseda durften wir dann lesen, dass das Kaffee erst wieder im
November aufmacht. Toll! Also haben wir einen Abstecher in den benachbarten
Hundeshop gemacht, die Besitzerin rausgeklingelt, uns 5min umgeschaut und dann
ohne was zu kaufen wieder gegangen =) Fast 3 Stunden und 12 Kilometer Schienen
später sind wir zum Abendessen wieder zurückgekommen.
Diese Woche haben wir das Thema „Bibel
Interpretation“ von John Poysti. Viele Diskussionen und noch mehr Fremdwörter
in Englisch. Es wird wieder einen Vokabeltest geben und je nachdem wie wir uns
am Unterricht beteiligen, werden wir dann beurteilt. Bibellesen und Bibelverse
auswendig lernen ist natürlich auch immer noch angesagt.
Soviel für Heute aus Schweden. Weitere
Bilder gibt es in Facebook.
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| In Schweden nimmt man den kürzesten Weg ... |
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| ... um dann am Sonntagnachmittag anstatt einen Kaffe zu trinken, einen Hundeshop zu besuchen =) |
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| Steffi ist diese Woche zu Besuch |












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