Mittwoch, 21. September 2011

Essen und andere lustige Begebenheiten

Ich finde es immer noch Krass, dass man innerhalb von zwei Wochen sein Leben fast komplett auf den Kopf stellen kann und seine Zelte in Deutschland abbrechen kann…
Aber es hat alles so geklappt wie ich es mir vorgestellt habe und ich bereue die Entscheidung nicht. (Und werde es höchst wahrscheinlich auch nicht tun!)

Den meisten Leuten die Deutsch als Muttersprache haben, hört man es schon von weitem an, wenn sie Englisch sprechen. =) Mich mit meinem Englisch mit schwäbischem Akzent mit eingeschlossen…

Nur bei ein paar wenigen Leuten mit sehr einem breitem amerikanischen oder kanadischen Akzent muss ich mich noch sehr konzentrieren, um alles mitzubekommen was sie sagen.

Aussprachetechnische „False Friends“ sind hin und wieder auch dabei, speziell bei unserer „deutschen“ Aussprache. „Beer“ und „Bear“ sind halt doch nicht ganz dasselbe wenn sie unverhofft in der Küche stehen sollten. =)

Engländer haben einen sehr gewöhnungsbedürftigen Kleidungsstil… Meine farbenfrohen T-Shirts und Pullis finden wohl auch gefallen bei den anderen. Neben meiner neuen Brille, werden von den kanadischen Jungs auch meine „Leather clogs“ bewundert. Sie sind halt doch super bequem. Eigentlich ganz normale Hausschuhe. In Deutschland sagen wir auch Birkenstock dazu.

Ich liebe scharfes und gut gewürztes Essen, so dachte ich zumindest daheim. Scharf und gut gewürzt hat hier nochmal einen ganz anderen Eindruck bei mir hinterlassen. Das Essen ist sehr gut. Brad, unser Koch aus Florida, kann wirklich gut kochen. „Canadian Ham“, besser bekannt unter Kassler oder riesige Köttbullar mit Tomatensoße und Nudeln oder angebratene Hähnchenwürfel mit Käse überbacken und undefinierbaren dunkelblauen schwedischen Beeren, die sich uns später, höchstwahrscheinlich, als Schlehen vorstellten.

Grießbrei ist in Amerika gänzlich unbekannt und der deutsche Namen fast unaussprechlich für sie. Ich werde ihn auch hier in Schweden nicht mögen. Dafür werde ich wohl noch ein Freund von „Matschmüsli“, das hier sehr lecker wird.
Hier in Schweden steht eigentlich
vor jedem Haus ein Fahnenmast.






In den Vogesen hängt mir das gute französische Baguette auch nach zwei Wochen noch nicht zum Hals heraus. Aber fast jeden Morgen sehr helles Toastbrot geht mal garnicht.

Kaffee gibt es hier fast rund um die Uhr und zu bzw. nach jeder Mahlzeit. Schwedischer Kaffee ist schwärzer gebrannt als daheim in Deutschland. Wahrscheinlich mag ich an Weihnachten den „Blümchenkaffee“ zu Hause nicht mehr =)

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